Unwirtliche Plätze

Am Beispiel Hannover zeige ich öffentliche Plätze, deren Gestaltung auf Ideale des Betonbrutalismus der 1970er Jahre zurückgeht. Den Andreas-Hermes-Platz mit einem monstösen Rundbrunnen, den kaum jemand nutzt, den Raschplatz als tiefergelegte Steinplattenwüste, den Küchengarten als Relikt eines Betonensembles aus Ihmezentrum, Fußgängerhochbrücke und plattgeflastertem Aufenthaltsraum. Noch in den 1950er Jahren war der Küchengarten eine schöne Wiese mit Bänken drumherum und Kiosken für die Flaneure. Jetzt hat er Betonpoller, einen Edelstahl-Trinkbrunnen und einbetonierte Stühle, die ergonomisch eine Katastrophe sind. Bitte nicht benutzten, das sagt die zugehörige Zeichensprache. Es wird Zeit für eine grundlegende Revision in Zusammenhang mit einer Neudefinition des Innenstadtraums.